Aufgaben und Anforderungen

Der Einsatzbereich von Bundesfreiwilligen ist die Assistenz bei körperlich schwerbehinderten Menschen.
Unsere gehandicapten Kunden benötigen begleitende Unterstützung in allen Lebenslagen für täglich längere Zeiträume. Aufgrund ihrer Erkrankungen (Multiple Sklerose, Tetraplegik, Spastik) können sie viele Dinge des täglichen Lebens nicht ohne Hilfe ausführen. Der Assistent ist dabei die „helfende“ Hand und arbeitet in der Regel im Team mit anderen. In alle Aufgaben werden die Bundesfreiwilligen durch die Einsatzstelle, den Kunden selbst und Vorgänger eingewiesen. Die anfängliche Unsicherheit, einem Menschen so nahe zu kommen, wird sich erfahrungsgemäß mit der Zeit legen.

Zu den Tätigkeiten gehören Hilfen im hauswirtschaftlichen Bereich (Einkauf, Bereitung der Mahlzeiten, Abwaschen, sauber machen etc.), Begleitung in der Freizeit, Assistenz bei Ausbildung und Beruf. Teilweise werden gelegentlich und nach Einweisung auch einfache pflegerische Aufgaben übernommen (Hilfestellungen beim Aufstehen, beim Kleiden, beim Toilettengang und der Nahrungsaufnahme)

Das Anspruchsvolle bei der Tätigkeit in der Individuellen Schwerstbehindertenbetreuung ist der persönliche Umgang mit einem Menschen, der zunächst noch unbekannt ist!  Diese Nähe zum Menschen und die Dauer der Einsätze (6-12 Stunden) bestimmen den Arbeitsalltag. Die Mitarbeiter der ISB begleiten den Menschen mit Handicap in seinem Leben und nehmen entsprechend auch an dessen Leben teil. Die Wünsche und Vorstellungen des Gehandicapten haben Priorität und verdienen Akzeptanz, auch wenn ihr selbst u.U. andere Meinungen oder Vorstellungen habt!

Sollten Fragen während des Dienstes für euch entstehen, besteht die Möglichkeit, bei Teilnahme an den monatlichen Dienstbesprechungen, im Austausch mit anderen Kollegen und bei uns Unterstützung, Klärung und Bereicherung zu erfahren. Das Büro ist selbstverständlich jederzeit telefonisch für euch erreichbar!

Aus der Offenheit, die entstehende Nähe in der ISB zuzulassen, und sich im Umgang auf den anderen Menschen einzulassen, entsteht eine Arbeitsatmosphäre, die viele Assistenten bereits schon positiv erfahren haben. Viele „Ehemalige“ blicken gerne auf ihre Tätigkeit zurück, oder arbeiten, z.B. neben dem Studium, noch weiterhin bei uns.